Facebook ist eine Bühne

Facebook ist ein Platz auf dem wir uns unsere Bühnen errichten. Die einen große, die anderen kleinere. Die einen mit professioneller Hilfe, die anderen allein. 
Wenn wir diesen Platz betreten, sind wir allein. Wir sammeln einige Freunde ein und warten auf neues Publikum. Dafür müssen wir auffallen und uns gegen die anderen Bühnen, die das Aufmerksamkeitspotential für sich beanspruchen, bestehen. Also unterhalten wir die Menschen, oder teilen unsere Gedanken mit. Oder wir stellen unser Leben aus, um Likes zu bekommen. Oder wir sind lauter als die anderen. 

Unser Publikum wird größer. Manche drehen sich um und verlassen uns wieder, andere kommen hinzu. Man lobt oder verurteilt, was wir tun. Man diskutiert bestenfalls darüber. Doch manch einer wirft Tomaten auf die Bühne, weil
ihm nicht gefällt, was du tust. Und andere tun es ihm nach und sie bestärken sich gegenseitig. Und die meisten schauen zu.  Irgendwann gehen die Werfer, nicht ohne noch mal laut gesagt haben, wie doof sie dich finden. Sie hätten auch gleich gehen können, aber sie haben zunächst eine kleine Bühne in dein Publikum gebaut. Andere haben das Spektakel mitbekommen und folgen dir nun. Manche gehen, andere kommen. 

Facebook ist eine Bühne und du musst dich entscheiden, wie du sie nutzt.
Ich nutze diese Plattform wie ein schwarzes Brett, schlage meine Thesen an. Ich tue das nicht als Partei oder Organisation, sondern mit meinem Namen. Ich allein. 

Grundlage meiner Gedanken sind Bücher, Zeitungsartikel, Filme und Gespräche mit Menschen, die stark genug sind, offen und frei denken und diskutieren zu können. 

Facebook ist ein Platz auf dem ich meine Fragen und Erkenntnisse veröffentliche, ohne den Anspruch zu erheben, richtig zu liegen. Doch der Anfang jeder Erkenntnis ist Wissen. Ich bin nie fertig, ich entwickle meine Gedanken stetig weiter, bin offen für jedes freie Argument. 

Facebook ist eine Bühne auf der ich laut denke. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. 

1. September 2018