Ich schreibe Briefe an die Freiheit


Ich kann doch nur sitzen und starren
Auf das, was ein anderer schreibt,
kann sein und verharren
und hoffen, dass was bleibt.

 

Ich will doch nur freier leben,
kam dem schon so nah,
will nach meiner Seele streben,
will ganz sein, deutlich, klar.

 

Doch all dieses Hasten und Hetzen,
ängstigen und panisch sein,
wird meine Freiheit verletzen,
sie schränken mich weiter ein.

 

Ich darf nicht mehr sagen und denken,
was ich sagen und denken will,
es ist nicht neu das Lenken,
es ist nicht neu das Still.

Neu ist nur das Ahnen,
das Wissen darum, was geschieht.
Mit sinkenden Taubenfahnen,
verlasse ich dieses Gebiet.

 

Ich ziehe in innere Lande,
zu Wiesen in meiner Seele,
bevor ich am Ende versande
und mich ohne Hoffnung quäle.

 

Ich entreiße euch mein Denken,
und widme es nur noch denen,
die es schätzen,
nicht lenken,
ihnen gilt mein Sehnen.

 

Ich schreibe der Freiheit Briefe
verabschiede mich von ihr,
wenn ich nicht durch euer Flimmern liefe,
was bliebe dann von mir?

 

Drum denkt an mich in den Stunden,
in denen ihr mutlos seid.
Ich habe die Angst überwunden.
Warum?

 

Ich war so weit!