Hase und Fuchs


Seit Wochen nun schon
malen sie
den Teufel an die Wand,
zeigen auf die anderen
und dann auf unser Land.

Zählen jeden Toten einzeln,
die Lebenden zählen sie nicht,
in eine paar Tagen zwingen sie
uns die Maske ins Gesicht.

Ich will,
dass ihr den Himmel seht,
schaut einfach nicht mehr hin,
wenn der Teufel dann allein da steht,
dann macht er keinen Sinn.

Denn selbst der Hase,
der erschreckt,
vorm Fuchs nur ´n paar Sekunden,
dann besinnt er sich,
dann läuft er weg,
dann ist er schnell verschwunden.

Seit Wochen nun schon
malen sie den Teufel an die Wand,
am Horizont taucht leuchtend auf
der Retter, der ihn bannt.

Der gute Mann, der kommt ganz bald,
ihr müsst ihm nur vertrauen.
Der Hase hockt in seinem Wald,
ist schnell noch abgehauen.

Denkt nach und wendet euren Blick,
weg von der Gefahr,
denn wenn sie keiner sehen kann,
ist sie vielleicht nicht da.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
an eine Illusion,
ob er nicht doch die Wahrheit findet,
vielleicht hat er sie schon.

Seit Wochen nun schon,
malen sie den Teufel an die Wand,
er bleibt ein Bild,
ist nicht real,
habt ihr es jetzt erkannt?

Nehmt Farben euch,
und dicke Pinsel,
Radierer, Stift, Papier,
überdeckt ihn,
und vergesst ihn,
dann war er niemals hier.

Denkt nach, ihr Leute,
denkt und lauscht,
was man euch sagen will,
seid nicht mehr ängstlich,
nicht berauscht,
haltet nicht mehr still.

Hebt eure Köpfe,
macht euch frei,
geht endlich vor die Tür.
Ich bin leider nicht dabei,
ich bleibe lieber hier.