Mein Herz schlägt mich


Seit drei Uhr schlägt mein Herz zu schnell,

 

ich finde keine Ruh´.

 

Es pumpt mir meine Sorgen auf,

 

schlägt unablässig zu.

 

 

 

Was war, was ist,

 

ich glaub es kaum,

 

verweiger´ es den Sinnen.

 

Erwache stets im selben Traum

 

Und kann dem nicht entrinnen.

 

 

 

Die Zukunft ist jetzt unnahbar,

 

sie ziert sich gut zu werden.

 

Das Leben war doch einst so klar

 

und leicht für mich auf Erden.

 

 

 

Es malträtiert mein schweres Herz

 

die Gegenwart mit Tritten.

 

Ich wache auf mit Herzenschmerz,

 

will in den Himmel bitten.

 

 

 

Hör auf, oh Zeit, in mir zu schlagen,

 

ich schliefe lieber ein.

 

Ich kann kaum noch die Welt ertragen,

 

möcht ungeschlagen sein.

 

 

 

Nur eine Nacht in Ruhe liegen,

 

als wär´s so wie es war,

 

vor diesen neuen Menschenkriegen,

 

ganz leicht, ganz wunderbar.

 

Foto: Wieglas