09. Mai 2019
Der Wahlkampf hat tatsächlich begonnen. Das bedeutet nicht, dass ich mir griffige Slogans ausdenken muss. Nein, ich muss mich positionieren. Und das ist einfach nicht einfach. Gestern war ich als Stadtratskandidatin von einer Bürgerinitiative eingeladen, die sich gegen einen etwaigen Bau eines 175 Hektar großen Gewerbegebietes zur Wehr setzt. Die Organisatoren hatten bereits im März einen Spaziergang durch das betroffene Gebiet gemacht, bei dem Bauern, Jäger, Angler und Ornithologen über...
05. Mai 2019
Um 11 Uhr beginnt das Wahl-Café im Peißnitzhaus. Zu sechs Fragen setzen sich die Kandidaten zusammen und diskutieren. Bevor ich in die Debatte einsteige, hier meine Prämisse: Gemeinsam für die Bürgerinnen und Bürger, zuerst vor der eigenen Tür kehren, starke Kommunen mit selbstbewussten Bürgern sind Voraussetzung für ein starkes Land und ein starkes Europa. Angestrebte Projekte: "Immer schön local bleiben", kostenlose Gräber auf kommunalen Friedhöfen (die will ich hier nur mal...
22. März 2019
So, nochmal kaltes Wasser ins Gesicht geworfen und mit Frische und Mut geht es nun los. Ich möchte Stadträtin werden. Und bevor das auch offiziell verkündet wird, habe ich ein Interview mit mir selbst geführt. Und das geht so? WARUM MÖCHTEST DU IN DIE KOMMUNALPOLITIK? Nun, seit 2014 beschäftige ich mich mit Politik, lese viele Bücher, erst über Politik an sich und dann immer mehr philosophische Arbeiten. Denn ich glaube, dass die Grundeinstellungen der Gesellschaft das Wichtigste sind,...
14. Dezember 2018
Ich hatte mich verlaufen. Doch dieser Zufall löste ein Problem, nämlich die Suche nach einem schönen Geschenk für meine Mutter. Ich fand es in einem kleinen Laden in der falschen Straße. Eine zehn Zentimeter große Sanduhr aus braunem Glas. Sie passte perfekt, hatte ich doch einige Stunden zuvor einen Brief an sie geschrieben und sie ermahnt, ihr Leben doch so richtig zu leben. Was wissen wir schon von der uns verbleibenden Zeit?
11. September 2018
Ich fand im Keller Gedanken vom Frieden, geschrieben auf Papier. Zerknüllt lag es in einer Ecke und flirtete mit mir. Ich ging mit Ideen in die Archive und sah mir Geschichte an. Erkannte dann, dass Frieden wohl, nie mehr als Utopie sein kann. Ich legte das Papier zurück, in dunkle Ecken, unsichtbar. Und wurde, verändert und leicht verrückt, still, so wie ich vorher war.
01. September 2018
Facebook ist ein Platz auf dem wir uns unsere Bühnen errichten. Die einen große, die anderen kleinere. Die einen mit professioneller Hilfe, die anderen allein. Wenn wir diesen Platz betreten, sind wir allein. Wir sammeln einige Freunde ein und warten auf neues Publikum. Dafür müssen wir auffallen und uns gegen die anderen Bühnen, die das Aufmerksamkeitspotential für sich beanspruchen, bestehen. Also unterhalten wir die Menschen, oder teilen unsere Gedanken mit. Oder wir stellen unser...